Hypnosepraxis HYPRAS

 

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Was sind Trancezustände genau?

Wie ist das in Trance zu sein?

Eigentlich kennt es jeder. Wenn wir gerade aufgestanden, aber noch nicht so ganz wach sind, oder auch kurz vorm Einschlafen, sind wir in Trance. Beim Lesen eines Buches, bei längeren monotonen Autofahrten und vielem mehr, gehen wir in einen völlig natürlichen Trancezustand. Beim fernsehen, oder im Kino, wenn wir während eines faszinierenden Filmes mitfiebern, weinen oder erschrecken, sind wir sogar schon in einer relativ tiefen Trance und wie oft sehen wir etwas nicht, das direkt vor unserer Nase steht? Das nennt man eine negative Halluzination, was ein deutliches Anzeichen für eine tiefe Trance ist. Völlig natürliche Trancezustände, die sogenannten Alltagstrancen, sind etwas völlig alltägliches und werden daher auch nicht als etwas außergewöhnliches wahrgenommen.

Junge Frau in tiefer EntspannungWas ist Trance?

Trance ist Hingabe, sich lösen und im Innersten öffnen. Sein Innerstes einladen, sich ausdrücken und entfalten zu dürfen. Trance ist fokussierte Aufmerksamkeit, Konzentration auf eine ganz bestimmte Sache, ohne diese zu beurteilen. Unvoreingenommen wahrnehmen was da jetzt gerade ist. Die Aufmerksamkeit eine Beobachterposition einnehmen lassen und sich dieser Beobachtung liebevoll mit allen Sinnen voll und ganz hingeben. Auf der einen Seite ist es ein Aufgeben der Kontrolle. Viele haben Angst vor dem, was aus dem Schatten ihres Innersten ans Licht drängt und verstehen unter Kontrolle das Zurückhalten dessen. Andererseits gewinnt man dadurch aber viel mehr Kontrolle. Weil man seine innersten Bedürfnisse und Sehnsüchte kennen lernt und sie damit viel besser kontrollieren kann, oder erkennt, dass es völlig unnötig war, diesen Schattenanteilen zu verbieten sich ausdrücken zu dürfen.

Welche Trancezustände gibt es?

Schamanen, diverse Disco- und Konzertbesucher tanzen sich in Trance. Sex führt in Trance. Alles was mit so viel Hingabe und Leidenschaft vorgetragen wird, dass man die Zeit und alles um sich herum völlig vergisst, voll und ganz im hier und jetzt lebt, ist Trance. Drogen erzeugen Trancezustände. Psilocybin (Pilze; magic musrooms), Meskalin (der Peyote Kaktus), Atropin (die Tollkirsche), LSD, DMT (Ayahuasca) und viele weitere natürliche und künstlich erzeugte Drogen betäuben meist den Verstand und öffnen auf verschiedenste Arten, Türen in tiefere Schichten des Bewusstseins. Auch Alkohol führt, wie wohl jeder weiß, in einen enthemmten Trance-Zustand, in dem sich unterdrückte Persönlichkeitsanteile Ausdruck verschaffen. Noch extremere Methoden zum gleichen Ziel sind die sensorische Deprivation und Hunger, Durst oder extreme Schmerzen.

Trance ist nicht gleich Trance

Natürlich ist es etwas völlig anderes ob ich vor Hunger halluziniere, oder bei einem eintönigen Vortrag kurz vorm Einschlafen bin. Die Bezeichnung Trance kommt vom lateinischen "transire" und bedeutet so viel wie hinübergehen. Ebenso wie beim Einschlafen geht man in die "Traumwelt" hinüber - auf die "andere Seite", ins eigentlich Unbewusste. Nur meist mit dem Ziel dabei nicht einzuschlafen, das Wachbewusstsein, die Vigilanz dabei nicht zu verlieren, sondern diesen Übergang bewusst zu erleben.

Im Zusammenhang mit Hypnose spricht man statt von Trance, manchmal auch vom hypnoiden Zustand. In der Hypnose werden, wie auch beim Meditieren, stereotyp eintönige Bewegungsabläufe, Klänge, Worte, Vorstellungen und auch optische Eindrücke genutzt. Fixation und Faszination, Suggestion, vestibuläre Methoden (Gleichgewichtssinn) und andere Schreck- bzw. Schockmomente führen dazu, dass Eingebungen aus dem Unbewussten zur bewussten Aufmerksamkeit gelangen, die im "normalen" Wachzustand so nicht wahrgenommen werden. Solche Eingebungen beschränken sich nicht auf Bilder. Es können ebenso Gefühle, Gedanken, Worte, Gerüche, oder auch gustatorische (Geschmack) Sinneseindrücke "hoch kommen". Von klein auf wird uns beigebracht nur das als "real" zu betrachten, was "im Außen" wirklich zu existieren scheint. Damit wird seit Generationen der Zugang zu tieferen Schichten aberzogen. Früher war das noch völlig anders.

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Außergewöhnliche Trancezustände

Zu den außergewöhnlichen Trancephänomenen zählen außerkörperliche Erfahrungen, Remote Viewing (Fernwahrnehmung), Jenseitskontakte (Verstorbene, Geister, Engel, Dämonen...), Telepathie, Hellsichtigkeit (Präkognition), luzide Träume und dergleichen. Auch derartige Erlebnisse sind bei weitem nicht so selten wie man glaubt. Intuitiv erhalten wir solche Eindrücke vermutlich alle. Da wir unbewusst davon überzeugt wurden, dass so etwas unmöglich, oder nur "Spinnerei" ist, gelangen sie aber kaum noch in die bewusste Aufmerksamkeit. Wenn Sie Interesse an spiritueller Entwicklung und Entfaltung haben, können wir das mit Hypnose fördern und nutzen. In einer normalen Hypnosesitzung spielen solche Eindrücke aber eher selten eine Rolle.

Spaß am BaumEine Ausnahme stellt hier die Schmerzabschaltung dar. Operationen in Hypnose, eine Behandlung beim Zahnarzt ohne Betäubungsmittel, oder die Behandlung von Schmerzpatienten, setzen eine sehr tiefe Trance voraus, die nicht jeder in 1-3 Sitzungen erreichen kann. Es gibt Naturtalente, sogenannte hochsuggestible Menschen, die man tatsächlich in wenigen Sekunden in derartige Zustände bringen kann. Meistens ist dafür aber mehr oder weniger viel Übung nötig.

Die Trance in einer Hypnosesitzung

Während einer normalen Hypnosesitzung haben Sie vielleicht gelegentlich das Gefühl kurz "weg" gewesen zu sein, so als ob Sie kurz einschlafen und wieder zurück kommen. Das ist aber auch schon das Einzige was Sie normalerweise von der Trance bemerken. Das liegt daran, dass die Trance nicht linear verläuft, sondern in Wellen tiefer führt. Sie brauchen sich wirklich keinerlei Gedanken darüber zu machen, ob Sie nun schon tief genug in Trance sind, oder ob sich bereits irgendetwas verändert hat. Im Gegenteil, derartige Gedanken behindern den Prozess nur und erschweren es tiefer zu gehen.
Konzentrieren Sie sich statt dessen auf unsere Stimme und den Prozess, den Sie jeweils gerade durchlaufen. Insbesondere auf die damit im Zusammenhang stehenden Gefühle. Nehmen Sie so intensiv wie nur möglich mit allen Sinnen wahr, was Sie gerade erleben. Lassen Sie es einfach geschehen und genießen Sie "die Show", die Ihr Unterbewusstsein Ihnen präsentiert. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine gelungene Hypnosesitzung.

Wissenswertes über das Mensch sein