Hypnosepraxis HYPRAS

 

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Wenn Träume wirklich Wirklichkeit werden!

Grenzbereiche zwischen Traum und Realität

Beim Wechsel zwischen dem Wachzustand und dem Schlafzustand arbeitet das Gehirn mit verschiedenen Wellenformen. Im Wachzustand vorwiegend mit sogenannten Alpha, Beta und Gammawellen. Im Schlaf dominieren Theta oder Deltawellen mit hohen Amplituden. Beim Einschlafen werden zuerst die 4 Stadien des Nicht-REM-Schlafes durchlaufen. Etwa 45 Minuten nach dem Einschlafen, befindet man sich also im Normalfall in der ersten Tiefschlafphase. Dann folgen im Laufe der Nacht mehrere Wechsel zwischen Tief- und REM-Schlafphase, wobei die Tiefschlafphasen immer weniger tief werden, bis man nach etwa 5 Tief- und REM-Schlafphasen wieder erwacht. Die REM (Rapid Eye Movement) Phasen werden auch paradoxer Schlaf genannt, weil in dieser Phase neben den charakteristischen schnellen Augenbewegungen, die intensivsten Träume statt finden. Die Muskulatur ist in den REM-Phasen völlig erschlafft, Gehirnstoffwechsel, Hirndurchblutung und Temperatur sind gegenüber den anderen Schlafstadien auffällig gesteigert.

Somnambulismus

Wir träumen übrigens alle jede Nacht mehrere intensive Träume! Wir erinnern uns nur nicht daran, weil wir ihnen keine Beachtung schenken. Die beste Möglichkeit um herauszufinden was wir im Schlaf so alles tun, ist Traumtagebuch zu führen. Ein Notizblock neben dem Bett, um Stichworte sofort nach dem Öffnen der Augen aufzuschreiben, hilft beim "nicht vergessen!". Sich noch vor dem Öffnen der Augen Gedanken darüber zu machen wovon man geträumt hat und wie man sich gerade fühlt, hilft beim Erinnern und das detaillierte Festhalten der Träume im Traumtagebuch zeigt dem Unbewussten nicht nur dass wirkliches Interesse besteht, sondern hilft auch beim eigenen deuten der Träume.

Schlafwandeln und somnambule Trance

Somnambulismus beschreibt einerseits den Schlafwandler und dient andererseits als Beschreibung für einen tiefen Trancezustand in der Hypnose. In beiden Fällen befindet sich der Somnambule teils in der Traumwelt und teils in der "Realität". Marquis de Puységur, ein Schüler von Franz Anton Mesmer beschrieb 1784 zum ersten Mal die künstliche Herbeiführung eines somnambulen Zustandbildes. In beiden Fällen scheint der Mensch zu schlafen und agiert dennoch in der Außenwelt.

Die Twilight Zone

In der "Twilight Zone" befindet man sich ebenfalls in beiden Welten gleichzeitig. Nur dringen hier Eindrücke aus der Traumwelt ins Alltagsgeschehen ein. Die Wahrnehmung ist nicht mehr nur auf unsere 5 Sinne beschränkt. Über- oder außersinnliche Wahrnehmungen treten auf, Paranormales wird erlebt. Spätestens an dieser Stelle winken die meisten Wissenschaftler ab. Halluzinationen, oneiroide Bewusstseinsstörungen und dergleichen, werden in der Psychiatrie als psychopathologische Symptome psychischer Störungen (Krankheiten) angesehen. Sie gelten leider oft lediglich als Fehlfunktionen des Gehirns, die es medikamentös "abzuschalten" gilt. Sicher ist diese Denkweise nicht nur ausreichend, sondern auch hilfreich, um einen darunter leidenden Patienten, wieder ins Alltagsleben zu integrieren. Sie erklärt aber nur biologische und bewusste Vorgänge, und erklärt die Ursachen für endogen bzw. kryptogen.

Die analytische Psychologie nach C.G. Jung sieht diese Wahrnehmungen, als den ins Bewusstsein zurück drängenden Schatten. Welcher sich, durch Verdrängung von unerwünschten Eigenschaften der eigenen Persönlichkeit, im Unbewussten entwickelt. Wer sich intensiv mit seinen Träumen beschäftigt hat, kann sich aber auch anders erklären, was sich da ins Bewusstsein drängt und vielleicht sogar warum. Früher glaubte man noch an eine "andere Seite", an Feen, Elfen, Engel, Dämonen und vieles mehr. Haben wir heute nur den Zugang zu diesen Welten verloren oder ist es tatsächlich völlig unmöglich, dass andere Welten außerhalb unserer 3-dimensionalen Welt existieren? In wie weit kannst Du Deine Vorurteile über das was möglich und unmöglich ist ablegen?

Brigitte Walter bei Jo Conrad

Träumen

Schlaf leitet sich aus dem Altgermanischen "Schlaff werden" ab. Nicht nur für die alten Germanen waren Schlaf und Tod Geschwister, beide wurden als Sandmann im Sinne von Sendbote bezeichnet. Morpheus, der griechische Gott des Traumes, ist der Sohn von Hypnos, dem Gott des Schlafes. Hypnos wiederum ist der Bruder von Thanatos, dem Totengott. Auch östliche Philosophien kennen eine enge Verbindung zwischen Schlaf und Tod. Der Schlaf wird hier oft als der wahre Zustand des Menschen dargestellt, in dem Individuum und Universum eins sind. Der Name Buddha ist aus dem Wort "bodh" abgeleitet was so viel wie "wecken" bedeutet. Also "der Erweckte", der nicht mehr Schlafende. Auch heute verwenden wir noch den Begriff "Entschlafen" als Umschreibung für das Sterben.

Sowohl im Schlaf, als auch nach dem Tod, verlässt die Seele den Körper und reist in jenseitigen Welten umher. Das dürfte wohl der gemeinsame Nenner aller Religionen, Glaubensvorstellungen und Mythologien sein. Klarträume, außerkörperliche Erfahrungen und andere Trancezustände, dürften neben Nahtoderlebnissen wohl zu dieser These geführt haben.

Naturwissenschaftliche Betrachtung

Die moderne Wissenschaft geht größtenteils davon aus, dass all dies nur in unserem Gehirn statt findet. Obwohl sie bis heute keine eindeutig beweisbare Erklärung dafür hat, warum wir träumen. Für die empirischen Naturwissenschaften ist unsere Seele, unser Bewusstsein, unsere Psyche, unser Geist nur ein Neuronenfeuer (elektrische Impulse und Felder) in unserem Gehirn, welches chemische Reaktionen und physische Verbindungen zwischen unseren Synapsen auslöst. Nach Ephron und Carrington (1966) benötigt die Hirnrinde stets ein Minimum an Stimulierung. Der Traum ist demnach nötig, damit im Schlaf das Gehirn keinen Schaden nimmt. Träume scheinen auch, wie Freud bereits feststellte, der Wunscherfüllung zu dienen. Auch als Hüter des Schlafes scheint der Traum zu dienen. Gedanken an Unerledigtes aus der Wachwelt werden durch den Traum überlagert, in den Traum eingebaut, damit kein Anlass zum Aufwachen besteht.

Aus unserer Sicht besteht hier allerdings kein Widerspruch. Die Naturwissenschaften beweisen und erklären lediglich die Vorgänge in und mit unserem Körper und werden aufgrund Ihrer zugrunde liegenden Methodik auch kaum etwas erkennen können, dass sich außerhalb unserer 4 Dimensionen (Raum Zeit Kontinuum) befindet. Dennoch muss sich hier niemand auf "Glauben" und Vermutungen beschränken. Mit relativ einfachen Methoden kann jeder selbst erleben, dass nicht alles mit Worten erklärbar ist.

"Gehe in Dich" heißt es. Unzählige Methoden sind bekannt, wie wir unser Innerstes erreichen. Sie alle führen in einen zumindest traumähnlichen Zustand. So beginnt die spannende Reise zu uns selbst. In einen Zustand außerhalb von Raum und Zeit.

Der Klartraum - bewusstes bzw. luzides Träumen

Für den Einen selbstverständlich, für den Anderen unfassbar und völlig unglaubwürdig. Im Traum sich darüber bewusst werden dass man träumt und dabei im wahrsten Sinne des Wortes im Traum erwachen. Gott spielen im Schlaf. Und ja - genau das ist es wovon hier die Rede ist und nein, man muss auch absolut keine Angst davor haben. Es ist unbeschreiblich, fantastisch und in keinster Weise gefährlich. Luzides Träumen, oder auch Klarträumen zeigt vor allem Eines klar auf. Wir sind nicht gezwungen jede Nacht im Schlaf unsere bewusste Wahrnehmung auszuschalten. Wir können auch unsere Träume wach erleben. Kontinuierliches Wachbewusstsein? Beim Schlafen des Körpers einfach nur die "Daseinsebene" wechseln? Niemand sagt es ist einfach - Es ist Möglich!

HYPRAS Playliste über luzides Träumen bei YouTube


Klarträumen ist auch ein sehr effektives Mittel um Alpträume zu beenden. Von den Erkenntnissen über das Träumen an sich und von dem unbeschreiblichen Spaß, den es macht ganz zu schweigen. Selbst Hollywood ist inzwischen darauf Aufmerksam geworden. Filme wie Inception und Matrix leben von der Ausarbeitung der sich damit aufdrängenden Gedanken.

Oneironauten vom griechischen Wort Oneiroi abgeleitet, was für Träumen steht, nennt man Träumer die mehr oder weniger häufig, Ihre Träume mehr oder weniger bewusst erleben. Luzides Träumen, Klarträumen oder bewusstes Träumen, beschreibt also einen Zustand, in dem man während des Träumens, seine bewusste Aufmerksamkeit partiell oder auch komplett aktiv hat.

Häufig tritt bei Klarträumern auch das Phänomen des "künstlichen Erwachens" auf. Man glaubt aus einem Traum aufgewacht zu sein, will vielleicht gerade seinen Traum aufschreiben und stellt dabei fest, dass da etwas nicht stimmt. Man ist nicht wirklich aufgewacht. Man träumt "nur" davon aufgewacht zu sein! Deshalb empfiehlt es sich gerade beim Aufwachen erst mal einen Realitätscheck zu machen, wenn man mit luziden Träumen arbeiten will.

Luzides TräumenPaul Tholey unterschied einen luziden Traumzustand mit Teilbewusst, vom Klartraum, dem er den vollbewussten Traumzustand zuschrieb.

Stephen LaBerge war der erste, der Klarträume wissenschaftlich bewies, in dem er durch unverwechselbare Augenbewegungen seinen bewussten Traumzustand der Außenwelt mitteilte.

Die nächtlichen Erlebnisse von Werner Zurfluh, welche er in seinem Buch Quellen der Nacht beschreibt, geben dem Leser faszinierende Einblicke auf die "andere Seite". Auch seine sehr umfangreiche Website über luzides Träumen und (andere) außerkörperliche Erfahrungen ist empfehlenswert.

Auf Traum-Welt.org hat Dominik Flor eine schöne und kurze Anleitung zum Klarträumen zusammengefasst.

Auf LebeDeinenTraum.tv bietet Jens Thiemann einige Infos und unter anderem einen online Crashkurs an und auch Alice Grinda bietet auf Ihrem Kanal bei Youtube ein paar schöne Videos zu dem Themengebiet an.

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